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Mittwoch, 08.09.2010
Neues Gymnasium Nürnberg | Weddigenstr. 21 | 90478 Nürnberg | Tel. (0911) 231 - 14 230

Aktuell...

Nachprüfungen: 1. Fach am Mittwoch, 8.9.; 2. Fach am Freitag, 10.9.; Beginn jeweils um 9.00 Uhr, Ende gegen 10.00 Uhr.
 
     
 
Rhetorikkurs im Schloss Spindlhof Drucken E-Mail

Rhetorikkurs im Schloss SpindlhofWie auch im Jahr zuvor bot die Elisabeth-J.-Saal-Stiftung ein dreitägiges Rhetorik-Seminar für „besonders tüchtige Griechisch-Schüler" an.

Ich würde von mir selbst nie behaupten, ich sei eine besonders tüchtige Griechisch-Schülerin *g*, durfte jedoch trotzdem an diesem Seminar teilnehmen und reiste so am 1. November zum Schloss Spindlhof.

Zugegeben: Meine Erwartungen an diese drei Tage waren nicht sehr hoch. Ich hatte Angst vor endlosen Vorträgen über verstaubtes Rhetorik-Wissen und meinen wahrscheinlich hochintelligenten, superfleißigen Mitschülern. Als ich jedoch alle kennen gelernt hatte, wurde mir klar, dass das ganz normale Zehnt- bzw. Elftklässler waren wie ich auch. Beim gemeinsamen Kaffeetrinken wurden bereits die ersten Freundschaften geschlossen. Anschließend gab es die offizielle Begrüßung von Herrn Wilhelm Pfaffel und Kennenlern-Spiele.

Unser Seminar war in 2 Teile gegliedert: Zuerst die antike Rhetorik noch am ersten Abend, und die folgenden zwei Tage moderne Rhetorik. Unser Referent, Herr Janka erarbeitete mit uns in den folgenden vier Stunden Aspekte der antiken Rhetorik anhand lateinischer und griechischer Texte (für mich als Nicht-Lateiner eine komplizierte Herausforderung... ). Nach diesen sehr theoretischen Stunden fielen wir dann um 21.00 Uhr erschöpft ins Bett.

In den folgenden zwei Tagen widmeten wir uns dann mit Herrn Herrmann der modernen Rhetorik. Ein lockeres und kreativ gestaltetes Programm und zahlreiche Essens- und Kaffee-Pausen sorgten für heitere Stimmung und nahmen uns die teilweise sehr großen Ängste vor den Reden, die wir alle halten mussten. Jeder hatte schon ein Referat mit Thema seiner Wahl vor dem Seminar vorbereiten sollen; dieses wurde dann nach den erarbeiteten Regeln vorgetragen, mit Videokamera aufgezeichnet, danach angeschaut und besprochen. Dieser Arbeitsauftrag zeigte auch deutlich, dass der Vortragsraum mit Eliteschülern gefüllt war: Alle präsentierten ein beeindruckendes Ergebnis.

Doch dieser Vortrag sollte nicht der einzige bleiben; es wurden noch weitere am Abend vorbereitete, sowie zwei Spontanreferate von jedem gehalten. Die letzteren waren für mich persönlich das größte Grauen: Man erhielt einen kleinen Zettel auf dem nur ein Stichwort stand, und dann hieß es zwei Minuten frei über dieses Thema reden. Ohne Nachdenkzeit. Mit Videokamera vor der Nase. Panik!!! Aber es lief wieder bei jedem erstaunlich gut, obwohl wir teilweise sehr skurrile Themen hatten („Gummibärchen", „Schuhgröße")

Der letzte Tag hatte die Diskussion zum Thema. Es wurden zwei Themen ausgesucht („Wählen ab 16" und „Verbot von Killerspielen"), jeweils zwei Grüppchen für pro und contra gebildet und dann Argumente gesammelt. Das Ergebnis war eher zweitrangig, denn unsere Diskussionen endeten in einem heftigen Wortgefecht, das eine endgültige Lösung ausschloss. Es war sicherlich lustig mit anzusehen, wie wir uns richtig zu streiten begannen, ob jetzt Amokläufe von Killerspielen ausgelöst werden, oder ob da nicht schon davor etwas schief gelaufen ist in der Erziehung. Aber keine Angst - als die Diskussion dann vorbei war, vertrugen wir uns wieder super. Es war für alle sehr erfrischend und erheiternd gewesen *g*.

Und schließlich rückte die Stunde des Abschieds näher. Die Zimmer wurden geräumt, Adressen ausgetauscht und letzte Bilder gemacht. Am späten Nachmittag bestiegen wir dann den Bus/Zug nach Hause.

Ich bin sehr froh, dass ich an diesem Projekt teilnehmen durfte, da mir diese drei Tage ein Stück Lebenserfahrung gegeben haben. Neben den nützlichen Tipps zum Redenhalten habe ich tolle Menschen kennen gelernt und viel Spaß gehabt. Danke an alle, die diese drei Tage möglich gemacht haben!

Annika Hansl, 10b

 
 
     
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