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„Zukunft für Kinder – Aldea Laura e.V.“ zum Schuljahr 2018/19

Dieses Jahr war für unseren Verein insofern ein ganz besonderes Jahr, als wir im Febr. 2018 unser neues Schulgebäude feierlich eröffnen konnten. Zu fünft waren wir aus Deutschland angereist (alle auf eigene Kosten), um an diesem großartigen Einweihungsfest mit ca. 700 Gästen teilzunehmen, die alle nach der Begehung der Schule zu einem opulenten Mahl eingeladen waren. So ein Gebäude, noch dazu erdbebensicher gebaut, gibt es in der ganzen Region nicht. Wir haben nun drei große Klassenzimmer, verschiedene Funktionsräume und auch einen besonders großen Raum, der u.a. als Speisesaal genutzt werden kann. Die Schüler haben das Gebäude gleich am Tag nach der Feier „erobert“ und ihre (alten) Schulmöbel hinübergebracht. Natürlich ist es unser Anliegen, die Räume möglichst bald mit neuen Möbeln auszustatten, denn das jetzige Schulmobiliar ist schon ganz schön aufgebraucht.
Der Neubau hat uns ca. 240.000 Euro gekostet, aufgebracht allein aus privaten Spenden, d.h. wir haben dafür keinerlei staatliche Zuschüsse bekommen. Übrigens: für den gleichen Bau müsste man in Deutschland weit mehr als 1 Million Euro zahlen.

„Zukunft für Kinder – Aldea Laura e.V.“ zum Schuljahr 2017/18

Nun ist es fast so weit: unser Schulneubau geht seiner Fertigstellung entgegen. Über 200.000 Euro mussten und müssen wir dafür aufbringen, und dies alles allein aus Privatspenden. Wir haben in den letzten Jahren dafür gespart und wir haben um jede Unterstützung gebettelt. Wir sind glücklich, es wohl zu schaffen, auch wenn unser Finanzpolster nun ganz schön zusammen geschmolzen ist. Schließlich benötigen wir auch noch monatlich ca.8.000 Euro für den laufenden Schulbetrieb.

Besonders stolz sind wir, dass wir in Juan Pelicó Xiloj einen Direktor haben, der sich mit all seinen Kräften und von ganzem Herzen für seine Schüler und seine Lehrer einsetzt und der sich nun im letzten Jahr zusätzlich für den Schulneubau ganz arg engagiert hat. Wir sind uns sicher, dass er jede Korruption ausgeschlossen hat. In einem Skype-Gespräch hat er uns mitgeteilt, dass dieser Bau, würde ihn der Staat erstellen, das 5- bis 6-fache kosten würde, denn ohne Korruption lässt sich im öffentlichen Bereich kaum etwas bewerkstelligen.

Ein paar Fotos zeigen die Entwicklung des Neubaus von Oktober 2016 bis zum Ende des Jahres 2017.

1 Okt 20162 Nov12 Nov2

„Zukunft für Kinder – Aldea Laura e.V.“ zum Schuljahr 2016/17

Es war für mich im vergangenen Schuljahr eine schockierende Nachricht, als ich erfuhr, dass ein Vater seinen ältesten Sohn, den 11-jährigen Wilmer aus der Schule genommen hat, um ihn in die USA zu schicken, damit er von dort aus seine Familie in Guatemala unterstützen kann. In die USA kommen kann er nur mit der „Bestie“, dem Güterzug, der Mexiko in Richtung USA durchquert. Die Waggondächer sind voll von Menschen aus Mittelamerika und Mexiko, alle in der Hoffnung auf ein besseres Leben in den USA. Jeder, der da mitfährt, setzt sein Leben aufs Spiel, viele kommen um auf dieser „bestialischen“ Strecke.

Wilmer ist in den USA bei seinem Onkel angekommen, der dort anscheinend schon länger lebt – wohl genauso illegal wie jetzt Wilmer. Nur: wie kann er als 11-Jähriger dort Geld verdienen? Ich weiß es nicht.

Das Schicksal dieses Jungen zeigt die große Not der Menschen in Guatemala, auch in der Region, in der „Aldea Laura“ seit 20 Jahren ein Schulprojekt finanziert, Die Lehrer der Schule dort sind überzeugt, dass nur eine vernünftige schulische Bildung auf Dauer die Not lindern kann. Nur dann können Kinder zu verantwortungs- und selbstbewussten Menschen werden, denen eine bessere Zukunft in ihrem Heimatland am Herzen liegt. Diese Hoffnung der dort engagierten Lehrer nehmen wir ernst und wollen sie finanziell unterstützen.

Seit Jahren gehört auch das NGN zu den großen Unterstützern dieses Schulprojektes im Hochland von Guatemala. Jedes Jahr leistet die ganze Schulfamilie einen riesengroßen finanziellen Beitrag, - 8221,02 Euro sind es im vergangenen Schuljahr gewesen, ca. 8 Prozent der Summe, die wir benötigen, um die Ausbildung von 260 Kindern und Jugendlichen zu gewährlisten und ihnen täglich ein Frühstück und ein Mittagessen bieten zu können.

In diesem Schuljahr kommt insofern eine besondere finanzielle Belastung auf uns zu, als wir das inzwischen 20 Jahre alte erste Schulgebäude abreißen mussten. Es war mit Adobeziegeln gebaut, die damals von den Dorfbewohnern selbst hergestellt wurden und nun an vielen Stellen Risse und Sprünge aufwiesen. Ein neues zweigeschossiges und erdbebensicheres Gebäude ist geplant, und wir hoffen, dass es schnell fertig gestellt werden kann.

Mir als Vorsitzendem des Vereins „Zukunft für Kinder – Aldea Laura e.V.“ ist es ein großes Anliegen, mich dafür ganz herzlich zu bedanken, dass die Schulfamilie des NGN dieses Schulprojekt in Guatemala zu ihrem Sozialprojekt gemacht hat.

Eberhard Nusch (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!) – November 2016

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