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Escuela de Educación Técnica Nº24 Simón de Iriondo am NGN

arg17 124. November bis 02. Dezember 2017

Ein interkulturelles Erlebnis besonderer Art erlebten im November einige unserer Oberstufenschüler und deren Familien. Fünfzehn Schülerinnen und Schüler aus Argentinien wurden herzlichst von den Gastfamilien aufgenommen und alle verbrachten eine intensive Woche miteinander, in der vor allem der interkulturelle und sprachliche Austausch großes Gewicht hatte. arg17 2Interessiert und erstaunt besuchte die Gruppe hier unseren Unterricht am NGN, in insgesamt zehn Spanischklassen hielten die Argentinier auch unterhaltsame Vorträge über ihr Land, so konnten viele unsere Schüler von dem Besuch etwas mitnehmen. arg17 3Die Besucher hingegen gelangten zu völlig neuen Erkenntnissen über uns hier in Deutschland, darüber wie wir und vor allem unsere Sprache „in echt“ sind, vergleichsweise zu den Informationen aus ihren Deutschbüchern.

Spanische Woche

spanische wocheNächste Woche (12.10.2015 - 16.10.2015) ist es soweit. Nach langer Zeit der Vorbereitung veranstaltet das P-Seminar von Frau Jehlitschke endlich die erste “Spanische Woche” am NGN. Feurige Rhythmen, leckere Tapas und spannende Veranstaltungen warten auf die Besucher. Schaut alle vorbei, wir freuen uns auf euch!!

Don Quijote – Un caballero andante

Ein Thema des Spanischoberkurses der Q11 ist der international bekannte Roman „Don Quijote“ von Miguel de Cervantes Saavedra.

quijote 2014Um unser Wissen innerhalb dieses Themas zu erweitern, hat unsere Kursleiterin, Frau Herzberger, uns vorgeschlagen, ein Theaterstück dazu anzuschauen.

In einer Abendvorstellung hatten die interessierten Schüler des Kurses die Möglichkeit, am 17. März 2014 am Helene-Lange-Gymnasium in Fürth, eine Inszenierung dazu anzuschauen.

Während des Schauspiels (Koproduktion „TNT Theatre Britain y Terruño Espressivo“) über den allbekannten Roman „Don Quijote“, der sich über zwei Teile erstreckt, bekommen die Zuschauer einen Einblick in das Stück und die Geschichte des „wandernden Ritters“ und seines Begleiters „Sancho Panza“.

Was die meisten nicht wissen ist, dass der populäre „Don Quijote“, eigentlich „Don Alonso Quijano“ heißt. Dieser Herr aus der Region „la Mancha“ ist verrückt geworden, weil er sehr viele Ritterromane gelesen hatte und so fasziniert davon war, dass er sich dazu entschloss, nach den Regeln und Gebräuchen des Rittertums zu leben.

Die IFA kommt ans NGN

ifa 2014Das kennt jeder aus dem Fernsehen: Obama hält eine Rede und wir in Deutschland hören sofort die Übersetzung. Da stellt sich doch die Frage: „Wie schafft man es so schnell übersetzen zu können?“. Die Antwort bekamen wir am 04. Februar, als uns zwei Dozenten der IFA (Institut für Fremdsprachen und Auslandskunde) aus Erlangen das Dolmetscherstudium vorstellten. Zuerst erhielten wir allgemeine Informationen über das Studium, wobei uns die Möglichkeit überraschte, das Studium teilweise ohne Sprachvorkenntnisse antreten zu können. Außerdem erhielten wir einen Einblick in die möglichen Berufswege eines Dolmetschers. Auch die Arbeitstechnik eines Dolmetschers wurde uns veranschaulicht, indem zwei Studentinnen gekonnt sowohl eine Rede als auch ein Interview übersetzten. Das mag vielleicht alles sehr einseitig klingen, doch –Trommelwirbel….- auch Werbung fällt in den Aufgabenbereich eines Dolmetschers. Zum Beispiel würde kein Deutscher auf die Idee kommen, dass der Automodellname „nova“ zu erheblichen Irritationen im Ausland führen könnte. Spanischsprecher assoziieren damit nämlich „no va“ (funktioniert nicht), was den Verkauf dieses Modells in Spanien nicht gerade förderte. Dolmetscher werden also auch mit Problemen dieser Art konfrontiert.

Na, Lust bekommen? Dann meldet euch bei der IFA auf www.ifa.uni-erlangen.de.

Maren Jeserich, Sophie Mull & Katharina Lutz Q11

Alles Menschliche besteht aus Liebe

Ernesto Cardenal am Hans-Sachs-Gymnasium

cardenal Es war nicht einfach eine beliebige Autorenlesung, zu der am 16. März 2012 die Schüler der Spanischkurse in der Oberstufe am NGN und anderen Nürnberger Schulen strömten. In der Turnhalle des Hans-Sachs-Gymnasiums empfing sie einer der berühmtesten Dichter seines Heimatlandes Nicaragua, Ernesto Cardenal. Priester, Politiker, Poet - das Betätigungsspektrum des silberhaarigen 87-Jährigen mit der markanten Baskenmütze ist ebenso mannigfaltig wie die Themen der Lesung.

Eine gute Stunde verlas Cardenal, der sich selbst als „christlichen Kommunisten" bezeichnet und zu den Freunden Hugo Chávez' zählt, zusammen mit seinem deutschen Übersetzer Lutz Kliche, Werke aus allen Bereichen des Lebens. Ob nun die Herstellung eines Mobiltelefons, Beobachtungen in abendlichen Straßenzügen, die Plünderungen während des Irak-Kriegs im Nationalmuseum Bagdad oder Überlegungen zur menschlichen Evolution - der Lyriker schaffte es mit seiner rauchigen Vortragsstimme, jede Atmosphäre in einem erstaunlichen Karussell der Gefühle zu transportieren. „Alles Menschliche besteht aus Liebe" - diese Formel und insbesondere das Wort amor wiederholten sich regelmäßig, sodass schließlich das Gefühl entstand, man wohne ganz persönlichen philosophischen Stellungnahmen bei, nicht einfach einem Vortrag. Auch Stationen aus der zu Anfang der Lesung behandelten Biografie Ernesto Cardenals tauchten im Verlauf häufig wieder auf. Mitglied der April-Revolution, Gründer einer christlichen Kommune auf dem Solentiname-Archipel in Nicaragua, Magistrat von Berlin (Ost)... wie bei einer Bahnfahrt zogen die Orte seiner Geschichte vor den geistigen Augen der aufmerksam lauschenden Schülerschaft vorüber.

Verständlich, dass eine solche Persönlichkeit Interesse weckt. Dementsprechend groß war die Resonanz, als es am Ende der Veranstaltung noch die Möglichkeit gab, Fragen an den Dichter zu stellen. Auch durchaus Philosophisches wurde Gegenstand der Fragen, auf die Ernesto Cardenal geduldig und ausführlich antwortete. Mit einer Fülle von Denkanstößen wurden die Zuhörer schließlich in den sonnigen Nachmittag entlassen.

Ein besonderer Dank geht an Frau Jehlitschke, die den Besuch dieser Veranstaltung organisiert hat. Sie ging weit über eine gewöhnliche, fachbezogene Exkursion hinaus und beschränkte sich nicht nur auf Wissen, sondern touchierte auch das Leben.